- Text: Johann Wolfgang Goethe
- Inszenierung, Bühne, Kostüme: Maik Priebe
- Schauspiel: Raimund Widra
Goethes Bestseller Die Leiden des jungen Werther aus dem Jahr 1794 wird in der Saarbrücker Inszenierung zum rasanten Einpersonenstück über einen Menschen, der sich nicht mit einem halben Leben zufrieden geben will.
Werther verzweifelt an der festgefahrenen Gesellschaft. Der stumpfsinnige Alltag langweilt ihn. Aber dann kommt der große, wunderschöne Moment: die Begegnung mit Lotte, die so ganz anders ist, als alle anderen Menschen! Welch Himmel, welch Glück, welch Seligkeit! Nur ist Lotte leider schon vergeben an Albert, den vernünftigsten und biedersten aller Zeitgenossen. Lotte ist unerreichbar. Werther schießt sich eine Kugel in den Kopf.
Die Kritik schreibt: „60 knappe Minuten lang stürmt und drängt Raimund Widra mit Turbo-Tempo von einem Gag zum nächsten, sprintet durch die Zuschauer, japst vor Enthusiasmus und stürzt sich schließlich ohne Vorwarnung, als seien wir beim Freejumping, vom Euphorie-Himalaya ins Tal der Tränen.“ (Saarbrücker Zeitung)
Ein verblüffend heutiger, 250 Jahre alter Text – und das Gastspieldebüt des Saarländischen Staatstheaters in Mersch.
